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31.05.2010, 21:00 Uhr, THEATER VORPOMMERN  
 
HUNGER  
 
UK 2008, 91 min, 35mm, engl. Originalfassung mit deutschen Untertiteln Regie: Steve McQueen  
 
Am 24.02.2010 starb Orlando Zapata Tamayo als politischer Gefangener in einem kubanischen Gefängnis nach einem 80-tägigem Hungerstreik. Tamayo hatte sich für eine Demokratisierung der Verfassung eingesetzt.  
 
Seit vielen Jahren wird der eigene Körpers als politische Waffe eingesetzt. Steve McQueen thematisiert in seinem hochgelobten Film den Hungerstreik der IRA-Häftlinge in Nordirland 1981. "Mein Leben in die Waagschale zu werfen ist nicht nur das Einzige, was ich tun kann – es ist das Richtige." Bobby Sands, verurteilter IRA-Terrorist, inhaftiert im berüchtigten Maze Prison Für die einen ist er ein Held und Märtyrer, für die anderen ein Terrorist oder ein gewöhnlicher Krimineller.  
 
HUNGER zeigt Leben, Leiden und Sterben der inhaftierten IRA-Mitglieder im nordirischen Maze Prison und interpretiert auf intensive Weise die Vorgänge rund um den Hungerstreik im Jahre 1981. Die Streikenden weigern sich Gefängniskleidung zu tragen und waschen sich nicht mehr. Als einziges Kleidungsstück dient ihnen eine Decke, die sie um ihren Leib wickeln. Die Gefangenen sehen sich nicht als normale Kriminelle, sondern als Freiheitskämpfer und verlangen ihre Anerkennung als politische Gefangene. Um diese Forderung durchzusetzen und gegen die grauenvolle Behandlung durch das Gefängnispersonal zu protestieren, treten sie schließlich, angeführt von Bobby Sands, in den Hungerstreik.  
 
HUNGER ist das Debüt des britischen Ausnahme-Regisseurs und Künstlers Steve McQueen. Der Regisseur gilt als Meister der visuellen Kunst und repräsentiert diesjährig Großbritannien bei der 53. Internationalen Kunstbiennale in Venedig.  
 
Eintritt: 3 / 3,50 Euro 
 
 
 
 
 
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